Pelletlagerräume

Pelletlagerräume

Allgemeine Anforderungen

Ein Pelletlagerraum ist sorgfältig zu planen und fachgerecht auszuführen. Die in Kapitel 2 beschriebenen allgemeinen Informationen und Anforderungen zur sicheren und qualitätsschonenden Lagerung von Pellets sollten unbedingt beachtet werden. In der Regel wird für die Lagerung von Holzpellets ein Kellerraum genutzt. Natürlich können auch andere Räumlichkeiten, wie z. B. Garagen oder Dachböden, verwendet werden. Vom Umbau eines alten Öltanks zum Pelletlager ist grundsätzlich abzuraten. Die rechtlich zulässige Verwendbarkeit des vorgesehenen Lagerraums muss im Rahmen der Anlagenplanung geprüft werden und die Möglichkeit zur sachgerechten Befüllung und Entnahme gewährleistet sein. Der Lagerraum muss geschlossen sein um Beeinträchtigungen der umliegenden Räume während des Einblasens und im Betrieb zu vermeiden. Alle Fugen und Anschlüsse sind sorgfältig abzudichten. Querende Versorgungsleitungen oder Lüftungsschächte durch den Lagerraum sollten vermieden werden. Andernfalls sind sie sorgfältig abzudichten und zu schützen. Elektrische Betriebsmittel im Lager sollten mit hohem mechanischem Schutzgrad von mindestens IP 54, empfohlen IP 65, eingesetzt werden. Fest installierte Lampen sollten vermieden werden. Sie dürfen keinesfalls eine heiße Oberfläche haben! In der Praxis hat sich ein rechteckiger Grundriss des Lagerraums bewährt. Die Einblas- und Absaugstutzen sollten vorzugsweise an der schmaleren Seite angebracht werden. Befinden sich die Stutzen an der breiten Seite, ist es zur optimalen Ausnutzung der Lagerfläche sinnvoll, neben dem Absaugstutzen zusätzlich einen zweiten oder dritten Einblasstutzen vorzusehen. Eine gute Zugänglichkeit der Einblas- und Absaugstutzen und deren Erdung sind sicherzustellen. Bei der Positionierung müssen gegebenenfalls Einbauten im Lagerraum bzw. die Ausführung des Entnahmesystems berücksichtigt werden. Der Aufprall der eingeblasenen Pellets auf die Wände des Lagerraums ist durch eine oder mehrere Prallschutzmatten zu verhindern.

Statische Anforderungen

Die Umschließungswände müssen den statischen Anforderungen der Gewichtsbelastung durch die Pellets gewachsen sein (Schüttgewicht ca. 650 kg/m³). Zusätzlich kann es bei der Befüllung zu einem Über- oder Unterdruck kommen. Der Lagerraum muss neben der Gewichtsbelastung der Pellets auch der Belastung durch kurzzeitige Druckschwankungen während der Befüllung standhalten. Die Lagerraumwände müssen fachgerecht errichtet und mit dem umgebenden Mauerwerk an Decke und Boden verbunden sein. Von dem Einbau von Glasfenstern und großflächigen Kunststoffscheiben ist abzusehen. Alle Übergänge zum bestehenden Mauerwerk, zu Ecken und Wanddurchlässen müssen staubdicht sein. Bei größeren Pelletlagern ist bezüglich Statik und Brandschutz unbedingt ein Fachmann hinzuzuziehen.

Wände aus Porenbeton sind ohne statischen Nachweis nicht zu empfehlen, da es bei zu schwacher Konstruktion zu Rissen an den Nahtstellen (Richtungsänderung der Wand) kommt. In das Lager zeigende Oberflächen von Schalplatten sollten eine glatte Oberfläche aufweisen, um die Anlagerung von Staub zu verhindern. Aus dem gleichen Grund sind jegliche horizontalen Flächen zu vermeiden. Decken und Wände sind so zu gestalten, dass es nicht durch Abrieb oder Ablösungen zu einer Verunreinigung oder Beschädigung der Pellets kommt.

Auch ältere Pelletlager sollten unbedingt auf belüftende Deckel umgerüstet werden! l

In der Praxis haben sich für Lagerräume bis 10 t Fassungsvermögen und einer Raumhöhe von bis zu 2 m folgende Wandstärken als Tragkonstruktion bewährt:

  • Stahlbeton: 10 cm
  • Mauerziegel: 17,5 cm im Verband gemauert, beidseitig verputzt, Ecken verstärkt und mit der Decke verbunden
  • Holzkonstruktionen: 12-cm-Balken, Abstand 62 cm, beidseitig mit dreischichtigen Schaltafeln oder mehrschichtigen Sperrholzplatten beplankt, konstruktiver Anschluss an Decke, Boden und Wände. Je nach Aufbau der Konstruktion kann es erforderlich werden, Konstruktionsbänder zu verwenden.

Schutz vor Feuchtigkeit und Nässe

Pellets sind hygroskopisch. Das heißt, bei Berührung mit Wasser, feuchten Wänden oder Untergründen quellen sie auf und werden unbrauchbar. Feuchte Pellets können darüber hinaus die Fördertechnik blockieren und das Mauerwerk angreifen. Deshalb sind folgende Hinweise zu beachten:

  • Das Pelletlager muss ganzjährig trocken bleiben. Im Neubau ist darauf zu achten, dass Böden und Wände bereits vollständig getrocknet sind.
  • Luftfeuchtigkeit bis maximal 80 Prozent, wie sie witterungsbedingt zeitweise auftritt, schadet Pellets nicht.
  • Bei Gefahr von feuchten Wänden (auch zeitweise) sind Fertiglager einzusetzen oder ist ein entsprechender Feuchteschutz (z. B. hinterlüftete Vorwandschalung aus Holz) herzustellen.

Lagerräume mit Schrägboden

Schrägböden in Pelletlagern dienen dazu, die Pellets zum Entnahmebereich (z. B. Förderschnecken oder Saugsonden) zu führen. Sie sind so zu gestalten, dass sich der Lagerraum über das Entnahmesystem möglichst weitgehend entleeren lässt.

  • Der Winkel des Schrägbodens sollte 45 bis 50 Grad betragen, damit die Pellets zur besseren Entleerung nachrutschen. Schrägen mit weniger als 45 Grad behindern dies.
  • Der Schrägboden ist vorzugsweise aus Holzwerkstoffen mit einer glatten Oberfläche auszuführen. In der Praxis haben sich dreischichtige Schaltafeln bzw. mehrschichtige Sperrholzplatten bewährt. Einfache Spanplatten sind ungeeignet.
  • Damit die Pellets ungehindert in das Austragssystem gelangen können, sind Kanten, Stege und horizontale Auflageflächen zum Schneckenkasten bzw. Entnahmepunkt hin zu vermeiden.
  • Der Schrägboden sollte zum Anschluss an die Umschließungswände so dicht ausgeführt werden, dass keine Pellets oder Staub in den Leerraum dringen können.
  • Der Schrägboden muss den statischen Anforderungen der Gewichtsbelastung durch die Pellets genügen. Auf einen stabilen Unterbau ist unbedingt zu achten.
  • Neben stabilen Kanthölzern bieten sich passende Winkelträger als Unterbau an, die den Aufbau des Schrägbodens wesentlich erleichtern. Die Winkelträger oder Stützen sollten in einem maximalen Abstand von ca. 60 bis 70 cm angebracht werden.
  • Der Anschluss des Schrägbodens an das Entnahmesystem ist durch einen Fachmann gemäß der Herstelleranleitung auszuführen.
  • Zum Schallschutz sind der Aufbau des Schrägbodens, das Entnahmesystem (z. B. Förderschnecken oder Saugsonden) sowie Wanddurchführungen aus dem Lager hinaus so auszuführen, dass die Übertragung von Körperschall auf das Bauwerk verhindert wird.

Empfehlungen zur Lagerraumgestaltung Raumlängen bis zwei Meter

  • Bei kleinen Pelletlagern bis ca. 2 m Länge am Ende der Befüllleitung einen weiten Rohrbogen mit ca. 15 bis 20 Grad Bogenwinkel anbringen, um den eintretenden Pelletstrahl leicht nach unten umzulenken. Im Anschluss an diesen Rohrbogen muss eine Beruhigungsstrecke von mindestens 30 cm folgen.
  • Statt des Rohrbogens mit Beruhigungsstrecke kann auch ein Stück Einblasschlauch (PVC-Schlauch mit eingebetteter

Raumlängen von zwei bis fünf Metern

  • Die Befüllleitung ist mit einem lichten Abstand von 15 bis 20 cm zur Decke anzubringen, damit die Pellets beim Einblasen bzw. nach dem Verlassen des Rohrstutzens nicht gegen die Decke prallen (Streuwinkel von ca. 7 Grad). ca._15_–_20_cm Bogen_5_–_20° Stutzen müssen zum Anschluss der Befüllkupplungen in gerader Verlängerung aus dem Lichtschacht reichen können. Bitte eine Arbeitsfreiheit an den Befüllkupplungen von min. 35 – 40 cm einhalten! C Abb. 21: Gestaltung eines Pelletlagerraums bis 2 m Länge Abb. 22: Gestaltung eines Pelletlagerraums von 2 bis 5 m Länge und geerdeter Stahlspirale) genutzt werden, der durch die Rohrschelle fixiert und leicht nach unten gebogen wird.
  • Die Kombination des 15 bis 20 Grad umfassenden Bogens und der leicht schräg angebrachten beweglichen Prallschutzmatte verringert die beim Aufprall auf die Pellets wirkenden Kräfte. Dadurch können die Pellets schonender in kleine Pelletlager eingebracht und kann das Bruchrisiko verringert werden. Die Prallschutzmatte muss in diesem Fall auf ein gleich großes Brett aufgezogen werden.
  • Die gegenüberliegende Prallmatte ist in einem Abstand von 20 bis 50 cm von der Rückwand an der Decke zu befestigen.
  • Der Absaugstutzen ist min. 0,5 m – nach Möglichkeit weiter – entfernt vom Einblasstutzen zu installieren und als solcher auf Deckel und Rohr zu kennzeichnen.
  • Einblasleitungen sind waagerecht zu verlegen. Raumlänge_2_–_5_m Abstand ca._15_–_20_cm Stutzen müssen zum Anschluss der Befüllkupplungen in gerader Verlängerung aus dem Lichtschacht reichen können. Bitte eine Arbeitsfreiheit an den Befüllkupplungen von min. 35 – 40 cm einhalten! D Pelletlagerräume

Raumlängen größer als fünf Meter

  • Bei großen Pelletlagern mit einer Länge von mehr als 5 m ist die Verwendung einer zweiten (langen) Befüllleitung zu empfehlen.
  • Die Befüllleitung muss im Abstand von min. 20 cm zur Decke angebracht werden, damit die Pellets beim Einblasen bzw. nach dem Verlassen des Rohrstutzens nicht dagegenprallen (Streueffekt).
  • Die gegenüberliegende Prallmatte ist im Abstand von 20 bis 50 cm von der Rückwand an der Decke zu befestigen. Bei Bedarf ist eine zweite Prallmatte anzubringen.
  • Das Lager kann nun über die lange Befüllleitung von hinten nach vorn gefüllt werden. Im zweiten Schritt ist über die kurze Befüllleitung weiter zu befüllen. Die Befüllkupplungen müssen entsprechend beschriftet sein (lang/kurz). Prallschutzmatte_ Raumlänge_>_5_m Abstand_ min._50_cm Abstand_ >_20_cm <_50_cm Türschutzbretter Absaugstutzen Einblasstutzen Tür_oder_Luke max._5_m min._50_cm

Prallschutzmatte

Eine Prallschutzmatte hat die Aufgabe, die Bewegungsenergie der Pellets so abzuleiten, dass sie beim Aufprall nicht zerstört werden. Dadurch wird auch die Wand selbst vor Beschädigung geschützt und damit eine mögliche Verunreinigung des Brennstoffs mit abgeplatzten Wandteilen (Farbe, Putz) vermieden. Befestigungsschrauben, Leisten und Winkel sind so anzubringen, dass sie nicht vom Pelletstrahl erfasst werden und so die Pellets schädigen können. Die abrieb- und reißfeste Prallschutzmatte muss im rechten Winkel zur Einblasrichtung vor der dem Einblasstutzen gegenüberliegenden Wand mit einem Abstand von mindestens 20 cm befestigt werden. Sie muss im Normalfall freischwingend angebracht sein (Ausnahme hiervon sind sehr kleine Lager, s. Abschnitt „Raumlängen bis zwei Meter“, S. 26). Eine flach an der Wand befestigte Matte hätte keine Funktion. Die Prallschutzmatte muss so groß sein, dass sie den kompletten Strahlkegel aufnehmen kann. In der Länge muss sie so bemessen sein, dass sie durch den Pelletstrahl nicht unterblasen bzw. weggedrückt wird. Zu lange Prallmatten können von der Pelletmasse festgeklemmt und abgerissen werden. Bei der Erstbefüllung des Lagers sollte geprüft werden, ob die Prallschutzmatte ihren Zweck erfüllt (der Pelletstrahl muss die Prallschutzmatte treffen!). Bei mehreren Befüllstutzen oder Leitungen sind weitere Prallschutzmatten anzubringen.

Materialempfehlung:

  • HDPE-Folie mit einer Stärke von mindestens 2 mm oder abriebfeste Gummiwerkstoffe mit einer Stärke von 1 bis 3 mm
  • Abmessungen: ca. 1,2 m × 1,5 m

Teppichreste oder weicherer Kunststoff bzw. weicheres Gummi sind ungeeignet und können erhebliche Schäden verursachen, wenn Fasern oder Gummireste in die Schnecke gelangen.

Türen, Fenster und Luken

Türen und Einstiegsluken sind unbedingt staubdicht auszuführen. Sie müssen nach außen öffnen und mit einer umlaufenden Dichtung versehen sein (staubdicht). Fenster sind in der Regel bereits herstellerseitig mit geeigneter Dichtung versehen und müssen für diesen Einsatz zugelassen sein (Sicherheitsglas, da Druckspitzen auftreten können). Zum Schutz vor der Pelletmasse müssen auf der Innenseite des Türrahmens Einlegebretter angebracht werden. Türschlösser sollten lagerseitig staubdicht verschlossen werden, damit die Schließfunktion nicht durch Pelletstaub beeinträchtigt wird. Der Pelletlieferant haftet nicht für Schäden bzw. Verunreinigungen, die durch Undichtigkeiten verursacht werden. Nach Möglichkeit sollte sich die Tür in der Nähe der Einblasstutzen befinden. Damit bleibt der Lagerraum länger zugänglich, da sich die Pellets beim Einblasvorgang auf der dem Einblasstutzen gegenüberliegenden Seite anhäufen. Die Öffnung sollte auf keinen Fall hinter der Prallschutzmatte angelegt werden! Die Einstiegsmöglichkeiten sind generell so groß zu gestalten, dass ein Zugang ins Lager gewährleistet ist. Das Pelletlager muss zur regelmäßigen Reinigung und für die Sichtkontrolle des Lieferanten vor dem Befüllvorgang zugänglich sein. Eine optische Füllstandskontrolle (z. B. kleine Sichtfenster in den Holzbrettern) wird empfohlen. Sollte dafür durchsichtiger Kunststoff (Plexiglas) verwendet werden, kann durch statische Aufladung des Kunststoffes ein erhöhter Feinanteil im Fensterbereich sichtbar werden. Diese sichtbare Menge Feinanteil ist nicht repräsentativ für das gesamte Lager.

Einbauten und Elek troinstallationen

Bestehende und nicht mit vertretbarem Aufwand zu entfernende Rohrleitungen, Abflussrohre etc., die die Flugbahn der Pellets beim Befüllen kreuzen könnten, sind strömungsund bruchsicher zu verkleiden (z. B. Ableitbleche, Holzverschalungen). Die Pellets dürfen durch diese Verkleidungen nicht beschädigt werden. Im Lagerraum dürfen sich keine Elektroinstallationen wie Schalter, Licht, Verteilerdosen etc. befinden. Ausnahmen hiervon können explosionsgeschützte Ausführungen darstellen oder z. B. Entnahmesysteme, die speziell für diese Anwendung konzipiert sind. Ein Pelletlager benötigt keine fest installierte Beleuchtung. Der Verzicht auf eine Deckenlampe beseitigt einen sehr häufig qualitätsmindernden Einbau und eine Gefahrenquelle.

Befüllsystem

Ein Pelletlagerraum benötigt mindestens einen Einblasstutzen und einen Absaugstutzen aus Metall. Lagerseitig sind die Stutzen in einem Abstand von ca. 15 bis 20 cm (gemessen zwischen Decke und Oberkante Befüllleitung) unter der Lagerraumdecke anzubringen. Nach maximal 50 cm muss eine Rohrschelle zur Befestigung der Einblasleitung folgen. Der Standard für Anschlusskupplungen heißt „Storz Typ A” und hat 100 mm Innendurchmesser. Die Kupplungsrohre sind dauerhaft zu kennzeichnen (Einblasstutzen bzw. Absaugstutzen). Der Einblasstutzen muss beim Einbau in einen Lichtschacht so ausgerichtet sein, dass der bei der Lieferung angekuppelte Pelletschlauch in gerader Verlängerung aus dem Lichtschacht reicht. Es ist auf eine stabile Fixierung der Befüllkupplung zu achten, damit sich die Stutzen beim Aufsetzen der Schlauchkupplung nicht verdrehen und die Position der Befüllleitung sich nicht verändern kann. ca._35_–_40_cm ca._15_–_20_cm einmauern 5_–_10_cm einmauern Kupplung „Storz_Typ_A“

Anforderungen an das Befüllsystem

  • Befüllleitungen sollten möglichst kurz sein und wenige Richtungsänderungen aufweisen. Bei Richtungsänderungen von mehr als 45 Grad dürfen nur Bögen mit einem Radius von über 200 mm verwendet werden.
  • Es dürfen ausschließlich druckdichte Metallrohre oder ableitfähige Kunststoffrohre verwendet werden.
  • Befüllleitungen müssen durch ein 4-mm²-Kabel zur Potenzialausgleichsschiene fachgerecht geerdet werden, um mögliche elektrostatische Aufladungen beim Befüllen sicher abzuleiten.
  • Rohre und Bögen müssen auf der Innenseite durchgängig glattwandig sein, damit die Pellets beim Einblasen nicht beschädigt werden. Es dürfen keine Nieten, Schrauben etc. in die Rohre hineinragen. Bei geschweißten Befüllleitungen ist darauf zu achten, dass die Schweißwurzeln keine Nasen und Erhöhungen an der Rohrinnenwand bilden. Metallrohre sind zu entgraten.
  • Das Befüllsystem darf nicht mit einem Bogen enden. Nach dem Bogen muss ein gerades Rohrstück von mindestens 30 bis 50 cm als Beruhigungsstrecke folgen.
  • Die Kupplung und der Rohrleitungsquerschnitt des Absaugstutzens müssen gleich dem des Einblasstutzens ausgeführt werden.
  • Nach dem Befüllen müssen die Kupplungen verschlossen werden. Dazu sollten vorzugsweise Ventilationsdeckel verwendet werden, die auch abschließbar erhältlich sind. Die Schlüssel müssen bei Anlieferung bereitgehalten werden.
  • Der Absaugventilator benötigt einen Stromanschluss (230 Volt, 16 Ampere). Dieser sollte in der Nähe des Absaugstutzens vorgesehen und für den Pelletlieferanten zugänglich gemacht werden.
  • Einblas- und Absaugleitung müssen eindeutig gekennzeichnet werden. Ein Einblasen durch die Absaugleitung sollte vermieden werden, da ein Überdruck im Lager entstehen könnte, wenn Pellets vor der Absaugleitung liegen.
  • Im Winter müssen die Befüllkupplungen und Zugangsmöglichkeiten (z. B. Schacht und Gitterabdeckungen) am Tag der Pelletlieferung eis- und schneefrei sein.
  • Im Bereich der Kupplungen, auch bei deren Anbringung innerhalb von Lichtschächten, sollte ein Arbeitsraum von ca. 40 cm um die Befüllkupplung herum freigehalten werden.

Sonderlösungen des Befüllsystems Wenn aufgrund der räumlichen Gegebenheiten die Standardanordnung nicht möglich ist, kann in Rücksprache mit einem sachkundigen Unternehmen eine Sonderlösung (Abb. 26) gefunden werden.

  • Pellets bilden einen Schüttkegel von 45 bis 60 Grad. In breiten Lagerräumen empfiehlt es sich deshalb, mehrere Einblasstutzen in einem Abstand von rund 1,5 m anzubringen. Bei ungünstigen Raumgeometrien bleibt ein Teil des Lagervolumens ungenutzt.